Viertages Fahrt 2004
26. bis 29. August 2004
Bericht vom VOBA-Medien
Die Rhätische Bahn ist bei Bahnfreunden seit Jahren für ihre tollen Ereignisfahrten bekannt. Am letzten August-Wochende 2004 war es mal wieder soweit: Vom 26. bis 29. August gab es eine “Viertagesfahrt durch Graubünden”, bei der eine Reihe der liebevoll gepflegten Oldtimer-Lokomotiven und Wagen zum Einsatz kamen.

Zwei Krokodile im Bergeinsatz! Die ehrwürdigen Ge
6/6 412 und 415 ziehen gemeinsam
den langen Sonderzug. Wir befinden uns in der Station Davos-Wolfgang
(27.8.2004).
Donnerstag, den 26. August 2004: Los ging es am Vormittag vom Bahnhof Andermatt, wo ein historischer Zug der MGB mit dem alten VZ-Krokodil Nr. 15 bestiegen werden konnte. In Disentis stand ein RhB-Sonderzug mit den vormaligen zweiachsigen Personenwagen bereit, der die Ge 2/4 Nr. 222 vorgespannt war. Von Ruen bis Trin konnte dann parallel mit gegenseitigen Überholungen auf den “Fliegenden Rhätier” (ABe 4/4 501 und 2 B-Wagen) umgestiegen werden. In Reichenau standen reservierte Wagen in einem Regelzug zur Verfügung, womit die Fahrgäste bis zum Übernachtungsziel St. Moritz reisen konnten. Leider gab es an diesem Tag etliche Regenschauer, was der Freude am Reisen aber keinen richtigen Abbruch tat.
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| Am ersten Veranstaltungstag spielte das Wetter nicht so richtig mit. Oben sehen wir im Bf. Disentis den Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (ex BVZ und FO) mit dem Krokodil Nr. 15. Links der “Fliegende Rhätier” ABe 4/4 501 sowie die Ge 2/4 222 im Bahnhof von Rueun. | |
Freitag, den 27. August 2004: Jetzt gab es einen richtig schönen Bergsommertag. Mit dem beliebten Krokodil Ge 6/6 Nr. 412 ging es mit alten Drittklasswagen ins Unterengadin nach Susch und dann weiter durch den Vereinatunnel nach Klosters. Hier erwartete die Teilnehmer ein stilreiner “GmP” mit dem Krokodil Nr. 415. Gemeinsam reiste man weiter auf grosser Fahrt über Davos und die Albulastrecke zum nächsten Übernachtungsstop in Pontresina.
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Krokodil-Doppelbespannungen sind immer faszinierend. Am zweiten Veranstaltungstag war eine Rundfahrt durch den Vereinatunnel und über die Albulastrecke angesagt. Oben sehen wir den Zug in Wiesen, rechts daneben der Steuerwagen 1721. Unten gibt es abends die Rückführung der Leergarnitur zu bewundern (bei Pontresina). |
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Samstag, den 28. August 2004: An diesem Tag war auch Volldampf eingeplant, denn die alte RhB-Dampflok G 3/4 Nr. 1 “Rhätia” kam zur allgemeinen Begeisterung zu Einsatz-Ehren. Mit dem Planzug ging es morgens zum Nordportal des Albulatunnels nach Spinas. Hier wurde in den Nostalgiezug mit der Rhätia umgestiegen, der über Bever auf der Engadiner Strecke nach Zernez fuhr. Der Garnitur folgte zur Sicherheit ein “Feuerlöschzug” mit der Ellok Ge 4/6 353. Sie übernahm in Zernez den Gästezug, fuhr mit ihm nach Ardez und wieder zurück. Gemeinsam mit der Dampflok gings fortan nach Cinuos-chel-Brail. Hier war wiederum Lokwechsel. Die Nr. 1 fuhr den Zug zurück nach Pontresina, wobei im Abstand der bereits erwähnte Löschzug mit der 353 folgte.

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Am dritten Tag war abwechselnd die G 3/4 1 Rhätia und die Ge 4/6 353 mit dem Sonderzug unterwegs. Oben eine “Scheinankunft” beim Albulatunnel in Spinas. Rechts ein Treffen mit der Ge 4/4 Nr.647,eben- falls in Spinas. Im Foto darunter vermittelt die 353 ein typisches Bild einer “alten” Ellok (im Bf. von Zernez). Zweitweise gab es Doppeltraktion, hier festgehalten bei der Einfahrt in die Station Cinuos-chel-Brail. |
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Sonntag, den 29. August 2004: Heute hiess es besonders früh aufzustehen. Bereits kurz nach 8.00 Uhr war die Abfahrt vom Bahnhof St. Moritz mit dem Sonderzug über den Berninapass. Da ein Fahrzeug der beiden historischen gelben Triebwagen nicht einsatzfähig wa, mussten die beiden roten ABe 4/4 Nr. 31 und 32 ran. Gegen 11.00 Uhr war man im veltliner Tirano. Hier wartete ein Zug der Trenitalia, bespannt mit einem italienischen Dampfross. Auf Normalspur gelangte man nach Varenna, wo es hiess: alles aussteigen! Mit der Fähre nach Menaggio und anschliessendem Bustransfer gelangte man zum SBB-Bahnhof in Lugano. Einige Teilnehmer konnten ab hier mit den Intercityzügen über den Gotthard in die Nordschweiz mit Anschluss an die jeweiligen Heimzüge fahren. Für die Teilnehmer Richtung Graubünden nahm man zuerst den Zug nach Bellinzona und dann den Postbus über die San Bernhardino-Route bis Thusis.
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Bei der letzten Etappe über den Berninapass und dann weiter durch Italien
nach Lugano gab es zwar nicht nur Sonnenschein, aber es war eine sehr
abwechslungsreiche Sache. Links sehen wir die beiden Triebwagen ABe
4/4 31 und 32 kurz hinter derPasshöhe zwischen Ospizio Bernina und Alp Grüm.
Hier ist die Vegetation recht spärlich und vermittelt eine eigentümliche
Athmosphäre. Das rechte Bild stammt aus Tirano, dem Endpunkt
der schmalspurigen RhB-Strecke. Wir sind im normalspurigen Bf. derFS Italia.
Von hier aus führte der FS-Oldtimer 740 451 den Zug. Die Reihe 740 ist eine
robuste Maschine mit vier Kuppelachsen.Fotos (2) Willi Hillebrand
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Nachtrag und vielen
Dank: Es war erneut ein tolles Erlebnis für alle Freunde der
Rhätischen Bahn. Über 120 Fans aus vielen Ländern können noch lange von
diesen ereignisreichen Tagen träumen. Neben den eigentlichen Fahrten gab es
natürlich viele Infos und Vorführungen in den Hotels und eine immer wieder
freundliche Betreuung auf den verschiedenen Etappen. Viele Fragen konnten
von den Mitgliedern vom “Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn” und vom
“Club 1889” beantwortet werden. Für die Freunde der Gartenbahnen war auch
eine spezielle LGB-Gruppe mit unterwegs. Wir freuen uns so auf weitere
Reisen der “historic RhB”-Veranstalter (Red. 9/2004).
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Es gilt Abschied zu nehmen
vom RhB-Sommerspektakel 2004. Ein schönes Bild Text und Bilder von:
www.VOBA-Medien.de |
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