Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn
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Dampffahrt Surselva 22. Februar 2015

Am Sonntag, 22.02.15 um 08.55 Uhr ging es los. Der Winter- Dampfzug der Rhätischen Bahn setzte sich in Landquart in Bewegung. Gross und Klein machten es sich in den mehr als 100-jährigen Wagen bequem. Die Fahrt führte uns vorbei an dem grössten Windrad der Schweiz nach Chur und weiter durch die frisch verschneite Landschaft in Richtung Rheinschlucht.
Die Fahrt war nicht ausverkauft, somit hatten unsere Gäste die Möglichkeit sich frei im Zug zu bewegen und die Wagen einzeln zu begutachten. Im Filisurerstübli und im Rhätiastübli traf man sich zu einem warmen Kaffee oder Tee. Draussen zog unterdessen die "Weisse Arena", die Rheinschlucht, an unserem Dampfzug vorbei. Nach dem Wasserfassen in Ilanz nahm die Dampflok G 4/5 Nr. 107 "Albula" das steilste Stück der "Oberländer-" Linie in Angriff. Ab Ilanz durften sich unsere kleinsten Gäste durch "Cocumber Werkstätte" (Kinderwerkstätte in Chur) schminken lassen. Der Erlös dieser Aktion ging zu 100% als Spende an den Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn.
Wir erreichten Disentis/Muster pünktlich, und unsere Fahrgäste begaben sich zum Mittagessen.
In Disentis hatten wir ca. 2.5 Stunden Mittagspause, so konnten einige Gäste nach dem Mittagessen noch das Kloster Disentis besichtigen.
Pünktlich um 14.15 Uhr startete die Rückreise. Da in Disentis keine Drehscheibe mehr vorhanden ist, wurde unser Zug durch die G 4/5 Nr. 107 rückwärts (Tender voraus) bis Sumvitg/Cumpadials gezogen. In Sumvitg wurde die Maschine dann unter den neugierigen Augen unserer Fahrgäste "abgedreht". Anschliessend konnten wir unsere Reise "Vorwärts" fortsetzten. Auch auf der Rückfahrt durften sich die Kinder schminken lassen. In Versam/Safien machten wir einen ausserordentlichen Fotohalt in der Station, da die Kreuzung mit dem entgegenkommenden Regelzug abzuwarten war. Durch diesen Stop hatten wir eine Verspätung von ca. 15 Minuten, die jedoch bis Landquart wieder eingeholt werden konnte. In Landquart ist der Zug sogar 3 min vor der Zeit eingefahren, und unsere Gäste verabschiedeten sich mit der Gewissheit, dass auch historisches Rollmaterial pünktlich und zuverlässig das Ziel erreichen kann.

Text: Christian Meyer
Fotos: Urs Bührer / Tibert Keller